Mühlhäuser Mühlengeschichte erleben
....Wissenswertes, Neuigkeiten und aktuelle Termine rund um den Mühlenhaus e.V...

 

Schülerprojekt 2017: " Nutzung der Wasserkraft vom Mittelalter bis zur Neuzeit" 

Einführung:

Mühlhausen war die Stadt der Mühlen. 28 Mühlen wurden an verschiedenen Bachläufen betrieben. Wenn Schüler der 4. und 5. Klassen erfahren wollen, wie man früher das Getreide verarbeitete und wie das Wasserrad erfunden wurde, wenn sie erleben wollen, wie in Mühlhausen ein Bach aufwärts fließen konnte und wenn sie ausprobieren wollen, wie ein Wasserrad funktioniert, dann können sie uns in der Klingemühle besuchen. Die Veranstaltung wird von erfahrenen Fachleuten begleitet und dauert ungefähr 4 Unterrichtsstunden.

Die Schülerinnen und Schüler entwickeln Achtung vor dem Leben und den Leistungen früherer Generationen speziell in ihrem Heimatort. Im Ergebnis der eigenen Experimente wird klar, dass bereits in der Vergangenheit eine effektive Nutzung der vorhandenen Energieressourcen absolute Voraussetzung war für die Entstehung eines so großen und komplexen Gemeinwesens wie die Freie Reichsstadt Mühlhausen. Die Schüler sind in der Lage, die unterschiedlichen technischen Möglichkeiten zu erkennen, Vor- und Nachteile abzuwägen und die jeweiligen Entscheidungen zum Einsatz zu begründen. Die Schüler können den sparsamen und umweltschonenden Umgang mit Energie und Materialien begründen und daraus Konsequenzen zum eigenen Handeln ableiten.




Projektbeschreibung:

 

Ablauf Projekttag im Vortragsraum der Klingenmühle sowie am Wasserexperimentierplatz:

• Einführung in die Thematik mit Vortrag und Veranschaulichung durch eine Bildpräsentation.

• Erarbeiten von Texten zum Thema Wassermühle.

• Durchführung von Experimenten zum Thema Energie, Energienutzung, Energieumwandlung und effektiven Energieeinsatz

• Stationenarbeit zum Thema Wassermühlen unter verschiedenen Aspekten.

Die fachlich fundierte Umsetzung der Projektinhalte wird durch den Einsatz der ausgewählten Dozenten gewährleistet:

Wolfgang Schlichting, Hochschulingenieur und Lehrbeauftragter
Regina Koschine, Diplomlehrer Deutsch-Kunst                                                                                                         Helmut Pecher Ingenieurpädagoge

Der Mühlenhaus e.V. hat durch aktive Zusammenarbeit mit den Schulen unserer Stadt das Interesse an mühlenhistorischen Themengebieten geweckt. Schon in den Jahren 2015 und 2016 konnten mehr als 120

Wir bieten den Schülern Möglichkeiten, durch unterschiedliche Erlebnisformen die spannende Mühlengeschichte der Stadt zu verinnerlichen.

Ziel des Gesamtprojektes ist es, dass die Schüler eine stärkere emotionale Bindung zu ihrer Stadt entwickeln.

Für die finanzielle Unterstützung unserer Schülerprojekte bedanken wir uns bei:




Schülerprojekt 2016: " Wasserläufe und historische Mühlen der Stadt Mühlhausen"

Einführung:

Das Ziel dieses Projektes ist es, dass sich die Schüler der 5. / 6. Klasse  im Zeitraum von April bis Juni 2016 mit der Frage beschäftigen, welche Bedeutung die Wasserläufe sowohl für die Trinkwasserversorgung als auch für den Antrieb der 28 Mühlhäuser Mühlen hatten bzw. haben und welche Auswirkungen dies für die Entwicklung zahlreicher Handwerksbetriebe unserer Stadt im Mittelalter hatte und zu heutiger Zeit noch hat.

Dabei soll besonders die Geschichte der Entstehung und Nutzung von Mühlen  in unserer Stadt im Mittelpunkt stehen. Die Bedeutung der Wasserkraft auch als zukünftige Energiequelle für unsere Gesellschaft soll besondere Beachtung in diesen  Bildungsangeboten finden.

Die interessante Mühlhäuser Mühlengeschichte an Originalschauplätzen erleben, insbesondere das Leben und Arbeiten der Menschen vom Mittelalter bis zur Neuzeit im Bezug auf die Wasserkraft, ist das Thema des Schülerprojektes Nutzung der Wasserkraft vom Mittelalter bis zur Neuzeit

 Projektablauf:

 

Erster Projekttag "Wanderung entlang der Mühlen am Popperöder Bach"

Der erste Tag startete an der Popperöder Quelle. Die Schüler sammelten Daten zu Quelle und Brunnenhaus, die bei einem Dialog zwischen historischer Figur und Moderator explizit dargestellt erläutert und vertieft wurden. Die Bedeutung dieser und weiterer Quellen im näheren Umkreis für die Trinkwasserversorgung der mittelalterlichen und heutigen Stadtbevölkerung wurde an der offenen Quelle, dem gefassten „Grundsloch“ und der Salzquelle am realen Objekt vor Ort erläutert. Spannend wurde die Suche der Schüler nach heutigen und ehemaligen Mühlenstandorten beim Verfolgen des Bachlaufes. Sehr bald erkannten die Schüler, dass an einer Stelle mit starkem Gefälle (kleiner Wasserfall) der Lagepunkt eines oberschlächtigen Wasserrades gewesen sein muss.

An verwaisten Plätzen halfen Bilder der ehemaligen Mühle und ausführliche Erklärungen der jeweiligen Gewerke dieser Mühle. Die Mittelmühle ist ein noch erhaltenes Mühlengebäude. Nach historischen Zeichnungen wurde das  Fachwerkgebäude originalgetreu saniert. Die besondere Bauweise und die Funktionen der Fachwerkkonstruktion und Lehmbauweise des Mühlengebäudes wurden erläutert.  Hier hatten die Schüler die Aufgabe anhand eines Arbeitsblattes (Anlage 1)  Details nachzuvollziehen und fehlende Elemente einzuzeichnen.

So wurden nach und nach sieben Wassermühlen am Popperöder Bach erkundet. Eine Pause zur Stärkung, im heute trockenen Gerinne der Mittelmühle, machte alle wieder fit für die restliche Strecke. Die vorbereiteten Arbeitsblätter (Anlage2) mit ihren Fragestellungen erfordern die volle Aufmerksamkeit der Schüler von der Popperöder Quelle bis zur letzten Mühle, der Weidenmühle.

Start an der Popperöder Quelle

Das Grundsloch - Quelle der Wasserversorgung unsrer Stadt


Rast im ehemaligen Gerinne der Mittelmühle


Zweiter Projekttag "Die Breitsülze und die spannende Sage vom Mönch und dem Teufel"

Am nächsten Projekttag wurde der zweite, für die Stadt Mühlhausen bedeutende Wasserlauf, die Breitsülze mit den ehemalig daran liegenden Mühlen erkundet. Dieses Gewässer führte im Mittelalter das so dringend benötigte Wasser in die Oberstadt.

Treffpunkt war das innere Frauentor, welches eine der Stadttore in der fast vollständig erhaltenen Mühlhäuser Stadtmauer ist. Im dicken Turm des Tores, im oberen Raum, wird die historische Situation einer Szene anschaulich gemacht. Der Wassermangel in der Oberstadt beschert dem Bürgermeister schlaflose Nächte. Doch seine Frau weiß Rat … Im Anschluss erhalten die Kinder drei Aufgaben, aus denen sie eine wählen können:.

Anschließend ging es auf Erkundung entlang des Breitsülzenbaches, an dem sich in unmittelbarer Nähe zwei ehemalige Mühlen befanden. Die Schüler erhielten einen Ausschnitt des Stadtplanes (Anlage 3), der ergänzt werden musste:

Zum Abschluss ging es auf der Stadtmauer in den Rabenturm. Dort hatten die Schüler den konkreten Vergleich zwischen ihrer selbst ergänzten Stadtkarte mit einer überdimensionalen Originalkarte. Abschließend gab es eine mündliche Auswertungsrunde zu den beiden Projekttagen.

Am Rabenturm begann Tag 2


Kleines Schauspiel zur Sage vom Mönch und Teufel


Am Ende nochmal nachgedacht


Die Breitsülze entlang der Johannesstraße


Dritter Projekttag "Wasserexperimentierplatz in der Klingenmühle"

 Auf dem Freigelände bzw. im Veranstaltungsraum der Mühlhäuser Klingenmühle wurde das Erlebnis Wasserexperimentierplatz durchgeführt. Der Tag startete mit einem Vortrag zu  grundlegenden Informationen der historischen Wasserkraft- und Mühlenttechnik. Anschließend konnten die Schüler im Sammelsurium Handmühlen verschiedenster Art ausprobieren, eine Schrotmühle kam zum Einsatz und alte Mühlentechnik gab es zu bestaunen. Am neu entstandenen Wasserexperimentierplatz, gesponsert  von den Mühlhäuser Stadtwerken, hat das Ausprobieren der selbst gefertigten Wasserräder sehr viel Spaß bereitet. Praxisbezogen wurde den Schülern das Prinzip der Energieerzeugung, Energieumwandlung und Energiespeicherung mit dem Medium Wasser dargeboten.  

Im Sammelsurium: Getreide mahlen mit Muskelkraft


Einfache Handmühlen erleichterten die Arbeit


Am Wasserexperimentierplatz gabs viel zu erkunden


´Die selbstgebauten Wasserräder funktionierten einwandfrei!


Der Modellversuch zeigt anschaulich, dass Wasser auf seinem Wege zu einer niederen Stelle immer wieder Energie enthält und diese auch für das Verrichten von Arbeit im physikalischen Sinne genutzt werden kann.